Spationierung / Kerning / Unterschneidung bezeichnet in der Typografie den Vorgang, den horizontalen Abstand (den Weißraum) zwischen mehreren Buchstaben (Standarddickte) durch optischen Ausgleich so zu verringern, dass er gleichmäßig erscheint und so vom Betrachter als angenehmer empfunden wird. Damit dies klappt wähle ich zum Üben eine Arial und verändere den Abstand zwischen den Buchstaben bis es von weitem betrachtet wie ein Block aussieht. Die „Hellen“ Stellen sollten regelmässig sein bzw. dürfen den Lesefluss nicht unterbrechen. Wenn die Aufgabe gut gelöst ist, sollte es keine Ermüdenden stellen beim Lesen geben. (Stellen bei denen man von Buchstabe zu Buchstabe hüpfen muss). Bei schlechten Schriften wird der Text auf Distanz betrachtet klumpig oder hat schwarze "flecken".
TIL: Eingeschlossene Leerräume nennt man Punzen. Es gibt geschlossene Punzen (z.B. im O) und offene Punzen (z.B. C) Als besonderer Knackpunkt stellt sich dabei das O und das C heraus.
InDesign: w bzw. Shift + W hilft beim Betrachten. Damit werden Hilfslinien bzw. alles sonst ausgeblendet
Bei längeren Wörtern oder bei Sätzen kann eine schlechte Spationierung schnell zu "Wortklumpen" führen.
Wenn man sich damit noch nicht beschäftigt hat, klingt es wie unnötige Kleinstarbeit. Nach ersten Versuchen merke ich schnell, dass beim Verändern des Zeichenabstandes Buchstabengruppen auszumachen sind und ich fange an, mir vermehrt Gedanken über das Schriftbild zu machen. Als Anfänger tendiert man dazu, alles zu nah zusammen zu rücken.