Designer

Während des Moduls hat jeder Designer und Informatiker ein Konzept bzw. einen Designer vorgestellt. Ich habe mir jeweils zum Vortrag Notizen gemacht, die hier in aufbereiteter Form wiedergegeben werden. Bei diesen Designern muss beachtet werden, dass einige schon vor der Computerzeit Grafiken erstellt haben und digitale Pioniere auf dem Grafikgebiet sind.
john-maeda

John Maeda

Er ist für das Feld Digital Ideation eine prägende Figur, weil er Kunst und Technologie geschickt verknüpft. Schon früh musste er bei seinem Vater arbeiten und daher liebte er die Schule. In der Schule konnte er sich mit Informationen und neuem Wissen zudecken, weil er nicht arbeiten musste. Sein Vater zwang ihn zu einem Studium als Informatiker obwohl er lieber Kunst studiert hätte.
David Carson

David Carson

Sein Stil ist geprägt von Bildausschnitten und einem dreckigen look, er experimentiert gerne. Sein Charakter und sein Stil wurde von Südkalifornien geprägt. Er hat Soziologie studiert und als Lehrer gearbeitet, surft gerne und war schon in den Top 10 der Surfer.
In seiner Karriere hat er für verschiedene Magazine gearbeitet, später für Ray Gun bei dem er sich entfalten konnte und bei dem ihm niemand Vorgaben machte. Er konnte von der Entwicklung bis zum Druck alles selbst Überblicken und überall selber entscheiden. Sein Konzept: Die Musikfachzeitschrift sollte nicht nur unvorhersehbar sein, sondern man sollte sie auch nicht kopieren können.
Er provoziert gerne und stellt Behauptungen nur zu schockieren auf. Entscheidet sich auch spontan ein Interview nicht zu führen.

Wolfgang Weingart

„Electronic equipment replaces neither Eyes, Hands, nor Heart.“
Er hat Schriften verformt, abgeändert oder verfremdet. Sein Stil sorgte anfangs für Furore. Ihm war immer sehr wichtig, dass seine Studenten einen eigenen Stil entwickeln.
Unter anderen besuchte auch April Greiman den Unterricht bei ihm. Er hat den Stil New Wave vorbereitet und eingeführt, ohne ihn wäre wahrscheinlich April Greiman nicht durch den New Wave Stil bekannt geworden.
Wolfgang-Weingart

Susan Kare

„Be confident, believe in yourself, try!“
She is the icon of icons
Bei Apple sollte sie eine Schrift entwickeln, was sie noch nie gemacht hatte. Sie eignete sich das Wissen von Büchern an und die Schrift nennt sich Chicago. Die Chicago war die Systemfont des ersten Macintosh, später wurde sie auch beim ersten iPod eingesetzt.
Sie wurde auch mit dem Gestalten von icons beauftragt. Die ersten Icons gestaltete sie auf Häuschen Papier. Einige ihrer Icons werden heute noch in Illustrator, Photoshop, Paint etc. verwendet (etwa das Lasso oder der Farbeimer).
„be simple, be meaningful.“ Ihrer Meinung nach sollten Icons wie Verkehrsschilder funktionieren: Auf den ersten Blick soll klar sein, was das icon bedeutet.
Susan Kare
Saul-Bass

Saul Bass

Freier Designer in NY
Er hat Titelsequenzen für über 40 Filme erstellt. Unter anderen Sequenzen hat er auch für den Film Vertigo die Titelsequenz erstellt. Saul kennt man weil er Revolutionierte, wie die Titelsequenzen aussehen und was sie für eine Rolle spielten.
Seiner Meinung nach sollten die Titelsequenzen Atmosphäre und Stimmung aufbauen und den Zuschauer auf den Film einstimmen.
Casey Reas

Casey Reas

Er hat den Bachelor in Design erhalten, hat dann als Grafiker gearbeitet und lernte mit 26 Jahren Programmieren. 2001 ging er dann ans MIT in die Aesthetics and Computation Group. Am MIT traf er dann John Maeda, der sein Lehrer wurde.
Casey ist bekannt für seine Bilder, die durch mit Code entstehen. Casey hat die Prinzipien von Maeda gelernt und angewandt. Seine Bilder werden zwar am Computer erstellt, er druckt diese dann aber teilweise aus, projiziert sie oder erstellt Skulpturen mit den Bildern.

Paula Scher

Sie gründete Koppel und Scher, Koppel verliess 8 Jahre später die Firma. Daraufhin folgte eine Zusammenarbeit mit Pentagram.
Das Interieur design des Public Theaters hat sie wesentlich mitgestaltet. Für das Museum of modern arts hat sie das Layout der Plakate gestaltet & strukturiert. Das New York city ballett Logo durfte sie neu gestalten.
Das Citibank Logo wurde von ihr gestaltet. Im ersten Meeting hat sie ein Logo auf eine Serviette gezeichnet und dann 1 Jahr lang gekämpft um diesen Logoentwurf umsetzen zu können.
Das Windows Logo für Microsoft wurde von ihr neugestaltet und ist nun das Logo von Windows 10. Microsoft hat nach dem Vorbild vom neuen Windows Logo die Logos der Unternehmenseigenen Anwendungen angepasst und einheitlich gestaltet.
Paula Scher

Josef Müller-Brockmann

Josef Müller-Brockmann wurde in Rapperswil (Schweiz) geboren und wurde an die Kunstgewerbeschule Zürich aufgenommen. Später unterrichtete er dort für 3 Jahre. Sein Reformvorschlag war, dass man das ganze Personal entlassen sollte.
Zu seinen Publikationen gehören: Gestaltungsprobleme des Grafikers, Grid systems in graphic design / Raster Systeme für die visuelle Gestaltung.
Er kämpfte stets gegen gewaltsam herbeigeführten tot. Er hatte eine Installation in Zürich, die die Verkehrsunfälle in der Stadt bezifferte.
Josef Müller-Brockmann
April Greiman

April Greiman

Sie ist eine new wave designerin und eine der ersten, die mit dem Computer gearbeitet hat. Als Sie mit dem Computer arbeitete brauchte es noch intensive manuelle Arbeit. Als sie angefangen hat wurden am Computer schwarz/weiss Bilder erstellt und später dann an Druckmaschinen und mit verschiedenen Druckverfahren weiterverarbeitet. Das new wave design zeichnet sich aus durch knallige Farben, verschiedene Materialien und sieht generell etwas „trashig“ aus.
Sie hat Schriften wie „New Wave“ und „Swiss Punk Typography“ entwickelt. Wolfgang Weingard hat April Greiman stark geprägt.
Ihre Arbeit liest sich wie das Gegenteil zu Adrian Frutiger. Weg von lesbaren Schriften und chaotisch.
Stefan Sagmeister

Stefan Sagmeister

Er spielt mit den Sinnen des Betrachters und er arbeitet Analog. Seiner Meinung nach braucht es mehr Mumm eine Firma zu gründen statt sich nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen (Beides hat er auch selbst gemacht).
Sagmeister hat „Sagmeister Inc.“ gegründet und er vertieft sich sehr stark in seine Arbeit.
„Obsessions makes my life worse and my work better“
Seine Werke sind regelmässig bewusst provozierend. Zu seinen Werken zählt etwa ein Albumcover von Rolling Stones, Lou Reed und weiteren. Sein Vorgehen ist geprägt von Planung und sehr detaillierte Zeichnungen, die er dann zielgenau umsetzt. Seine arbeitet ist sehr eigenständig, setzt die Bedürfnisse des Kunden aber in den Mittelpunkt.

Adrian Frutiger

Er veröffentlichte „Univers“ und viele weitere Schriften. Er hat unter anderem ein Buch geschrieben namens „Der Mensch und seine Zeichen“. Helvetica und Univers hatten keine Serifen mehr, dies führte international zu Furoren. Universe war auch ein Vorreiter der Schriftschnitte. Vorher gab es das Konzept der Schriftschnitte nicht. (Italic, Bold etc.) Vorher wurden Schriftschnitte bei Bedarf zusätzlich erstellt.
Schriften mussten für ihn immer lesbar sein. Die Schweizer Verkehrsschilder werden mit Frutiger beschriftet. OCR-B war eine Maschinenlesbare Schrift, die von ihm entwickelt wurde. Seiner Meinung nach musste eine gute Schrift von Hand entworfen werden, hat aber selber diese dann auch digitalisiert.
Adrian Frutiger

Otl Aicher

Die Piktogramme für die Olympiade 1972 wurden von ihm entwickelt, es waren insgesamt mehr als 180 Piktogramme. Für die Olympischen Spiele von München definierte er konsequente Gestaltungsrichtlinien, die von der Uniform bis zur Eintrittskarte reichten.
Aicher ist einer der Wegbereiter des Corporate Designs.
Ein Zitat von Ihm lautet „Wer es mit Kommunikation zu tun hat, muss auf Kunst verzichten“. Dies könnte aus der Zeit sein, in der er die Piktogramme entwickelt hat. Diese müssen möglichst einfach kommunizieren und nicht künstlerisch ansprechend sein.
Otl Aicher

Reflektion

Die Vorträge waren für mich als Informatiker sehr spannend. Sie haben es mir erlaubt, in kurzer Zeit einen Einblick in die Welt der Designer zu erlangen. Man erhält ganz nebenbei auch viele Informationen über verschiedene Vorgehensweisen und Techniken.